Wofür wir diesen Abwasserdekanter einsetzen
In der Kläranlage ist der Dekanter eine Maschine für Schlamm und Feststoffe, kein Ersatz für Vorklärung oder Nachklärung. Auf kommunalen Linien setzen wir ihn typisch auf Primärschlamm, Überschussschlamm (ÜS) oder Faulschlamm ein. Auf industriellen Linien trennt er Feststoffe aus Prozess- und Waschwässern, wenn eine kontinuierliche 2-Phasen-Trennung gefordert ist. Teichtiefe, Trommeldrehzahl, Differenzdrehzahl (Δn) und Flockungsmitteldosis bestimmen, ob die Feststoffe als weiterhin pumpfähige Suspension oder als Kuchen austreten.
Merkmale für den Anlagenbetrieb
Verstellbare Wehrplatten setzen die Teichtiefe: Ein tiefer Teich begünstigt den hydraulischen Durchsatz und die Eindickung; ein flacher Teich verlängert den Trockenstrand für den Kuchen.
Zwei Frequenzumrichter stellen Trommeldrehzahl und Differenzdrehzahl der Schnecke unabhängig ein. Drehmoment und Verweilzeit folgen so dem wechselnden TS-Gehalt im Zulauf, ohne die Maschine zu tauschen.
Eine Flockungsmitteldosierung können wir integrieren, wenn Flockenstabilität nötig ist. Die Eindickung fährt oft eine niedrigere Dosis als die Kuchenentwässerung; ÜS und industrielle Feinanteile brauchen weiterhin eine im Becherglasversuch festgelegte Rezeptur.
Medienberührte Teile spezifizieren wir in 316L oder Duplex-Edelstahl (z. B. UNS S32205 / SAF 2205), wenn Chloride oder Sand es verlangen. Schneckenwendeln und Feststoffausträge erhalten Wolframkarbid, wo Abrasion zu erwarten ist.
Der gekapselte Dauerbetrieb eignet sich für 24-Stunden-Anlagen. Alarme für Vibration, Drehmoment und Lagertemperatur schützen das Getriebe bei klebrigem oder überlastetem Zulauf.
Eindickung oder Entwässerung
Wir fertigen eine 2-Phasen-Baureihe LW. Eindickung und Entwässerung sind Betriebsarten (Teich, Schleuderziffer, Differenzdrehzahl, Flockungsmittel), keine zwei getrennten Produkte. Viele Anlagen fahren weiterhin zwei Stufen — zuerst eindicken, dann entwässern — weil diese Aufteilung oft Flockungsmittel, Energie und Abfuhr gemeinsam senkt.
Schlammeindickung / Prozesswassertrennung
Ziel
Feststoffgehalt anheben, um das nachfolgende Volumen zu senken, und dabei einen pumpfähigen eingedickten Schlamm zu halten. Die Zentrifugeneindickung von kommunalem ÜS oder Primärschlamm liegt oft im Bereich 3–8 % TS. Der genaue TS-Gehalt folgt Zulauf und Teicheinstellung.
Typischer Zulauf
Verdünnter ÜS (häufig etwa 0,5–1,5 % TS), Primärschlamm oder industrielles Prozesswasser mit absetzbaren Feststoffen. Das ersetzt keine Schwerkraftklärung von kommunalem Rohabwasser.
Trommeleinstellung
Tieferer Teich, niedrigere Trommeldrehzahl bzw. Schleuderziffer als bei Kuchenentwässerung, höherer hydraulischer Durchsatz, kürzerer Trockenstrand. Die Flockungsmitteldosis liegt oft unter der Entwässerung, ist aber nicht automatisch null.
Was wir brauchen
Senden Sie Zulaufart, TS-Gehalt oder AFS, Volumenstrom und Ziel-TS des eingedickten Schlamms. Angebot für den Abwassereinsatz anfordern.
Schlammentwässerung (stapelbarer Kuchen)
Ziel
Mehr Wasser abziehen, sodass die Feststoffe als förderfähiger Kuchen für Abfuhr, Deponie, landwirtschaftliche Verwertung oder thermische Behandlung austreten. Kommunalen Kuchen aus ÜS oder Faulschlamm nehmen wir bei richtiger Flockungsmittel- und Differenzdrehzahleinstellung typisch um 18–25 % TS in Betrieb.
Typischer Zulauf
Bereits konzentrierter Schlamm: Faulschlamm, gemischter kommunaler Klärschlamm oder industrieller Prozessschlamm, der als Kuchen die Anlage verlassen muss.
Trommeleinstellung
Flacherer Teich, längerer Trockenstrand, höhere Schleuderziffer und höheres Schneckendrehmoment; bei kommunalem Klärschlamm in der Regel kationisches PAM. Feststoffrückhalt und Kuchen-TS stellen wir in der Inbetriebnahme gegeneinander ein.
Kuchenentwässerung
Kuchen-TS, Feststoffrückhalt, Flockungsmittel und kommunale Betriebsbereiche: Schlammentwässerungszentrifuge.
Baureihentabellen (Trommeldurchmesser, Drehzahl, Motorleistung in kW) stehen bei den technischen Daten der Dekanterzentrifuge.
So arbeitet der Abwasserdekanter
Zulauf und Konditionierung
Schlamm oder Prozesswasser tritt über ein feststehendes Einlaufrohr ein. Wo Flockenstabilität nötig ist, dosieren wir Flockungsmittel in die Zulaufleitung, sodass sich die Flocken vor dem Teich bilden. Die Dosis setzen wir in kg/t TS aus Becherglasversuchen und trimmen sie an der Maschine. Siehe Flockungsmitteldosierung für Schlamm.
Trennung im Teich
Die rotierende Trommel erzeugt die Zentrifugalkraft. Absetzbare Feststoffe verdichten sich an der Trommelwand; der innere Flüssigkeitsteich läuft über die Wehrscheiben als Zentrat ab. Die Teichtiefe ist der zentrale Hebel zwischen hydraulischer Kapazität und Trockenstrandlänge.
Förderung durch die Schnecke
Die Schnecke läuft mit geregelter Differenzdrehzahl zur Trommel und fördert die verdichteten Feststoffe entlang des Zylinders und über den Konus. Niedrigere Differenzdrehzahl verlängert die Verweilzeit; höhere Differenzdrehzahl entlastet das Drehmoment bei Eindickung oder überlastetem Zulauf.
Zwei Austräge, zwei mögliche Feststoffzustände
Das Zentrat läuft über die Wehre ab. Die Feststoffe treten über die Feststoffausträge als pumpfähiger eingedickter Schlamm oder als Kuchen aus — je nach Teich, Trockenstrand, Schleuderziffer und Flockungsmittel, nicht weil die Maschine „nur Eindicker“ oder „nur Entwässerer“ wäre.
Typische Einsätze auf der Anlage
Kommunaler Klärschlamm
Primärschlamm, ÜS-Eindickung vor der Faulung und Klärschlamm, der später zu Kuchen geht. Der Dekanter steht auf der Schlammstraße, nicht anstelle der Absetzbecken.
Kommunale Klärschlammbehandlung →
Industrielles Prozess- und Waschwasser
Kontinuierliche 2-Phasen-Trennung von Prozess- und Waschwässern. Feststoffe können als pumpfähiges Konzentrat austreten; stapelbarer Kuchen ist die Entwässerung auf der Schlammentwässerungszentrifuge.
Industrielles Abwasser →
Landwirtschaftliche und lebensmittelindustrielle Abwässer
Ströme aus Tierhaltung, Aquakultur und Lebensmittelbetrieben legen wir nach Feststoffart und Ziel-TS aus. Faserige oder fettreiche Zuläufe brauchen in der Regel einen Versuch.
Landwirtschaftliche Abwässer →Was wir für ein ausgelegtes Angebot brauchen
Wir legen nach Volumenstrom (m³/h) und Trockensubstanzfracht (kg TS/h) aus. Eine Maschine, die bei 1 % TS hydraulisch unkritisch wirkt, kann das Getriebe überlasten, wenn derselbe Volumenstrom mit 5 % TS ankommt. Unvollständige Daten verzögern ein belastbares Angebot.
| Angabe | Wofür wir sie brauchen |
|---|---|
| Beschreibung des Zulaufs | ÜS, Primärschlamm, Faulschlamm, industrielles Prozesswasser, Lebensmittelabwasser usw. Chemie und Sandanteil bestimmen Flockungsmittel, Verschleiß und ob Feststoffe als Kuchen oder als Suspension austreten. |
| TS-Gehalt oder AFS im Zulauf | Bestimmt die Massenbeladung (kg TS/h) und ob Eindickung oder Entwässerung der realistische Einsatz ist. |
| Volumenstrom und Betriebsstunden/Tag | Hydraulische Auslegung. Min./Normal/Max. angeben, wenn die Anlage schwankt. |
| Ziel-Feststoffe | Pumpfähiger TS-Gehalt des eingedickten Schlamms oder stapelbarer Kuchen-TS. Bei stapelbarem Kuchen fordern Sie das Angebot über die Schlammentwässerungszentrifuge an. |
| Zentratgrenze (falls vorhanden) | Ein AFS- oder Rückhaltziel ändert Teich, Flockungsmittel und Durchsatz. Eine einheitliche Klärleistung für alle Zuläufe gibt es nicht. |
| Aktuelles Flockungsmittel oder vorhandene Maschine | Ermöglicht den Vergleich mit einem bestehenden Eindicker, einer Siebbandpresse oder Schneckenpresse, statt ein Angebot isoliert zu legen. |
Häufige Fragen zum Abwasserdekanter
Nein. Auf der kommunalen Kläranlage behandelt der Dekanter Schlamm (Eindickung oder Entwässerung). Die Vor- und Nachklärung der Wasserstraße bleibt Aufgabe der Absetzbecken, der Flotation (DAF) oder der Filtration. Der industrielle Prozesswassereinsatz ist eine 2-Phasen-Feststofftrennung auf einem definierten Strom, kein Ersatz der Klärung für die gesamte Anlage.
Pumpfähige Feststoffe, oder eine Anlage, die noch zwischen Eindickung und Entwässerung wählt, legen wir auf den Abwasserdekanter aus. Stapelbarer Kuchen (kommunal typisch 18–25 % TS) ist Schlammentwässerung; siehe die Schlammentwässerungszentrifuge. Trommeldurchmesser, Drehzahl und 2-Phasen- oder 3-Phasen-Ausführung stehen bei der Dekanterzentrifuge.
Dieselbe Trommel nehmen wir über Teichtiefe, Drehzahl, Differenzdrehzahl und Flockungsmittel auf Eindickung oder Entwässerung in Betrieb. Im Tagesbetrieb weist die Mehrzahl der Anlagen jeder Maschine einen Einsatz zu. Zweistufige Linien (zuerst eindicken, dann entwässern) sind üblich, wenn die kombinierten Kosten für Flockungsmittel, Energie und Entsorgung schwerer wiegen als ein Kompromiss auf einer einzelnen Maschine.
Die Zentrifugeneindickung von kommunalem ÜS oder Primärschlamm liegt oft im Bereich 3–8 % TS als weiterhin pumpfähiges Produkt. Schwerkrafteindicker liegen oft darunter. Das Ergebnis verschiebt sich mit TS-Gehalt im Zulauf, Schlammalter, Flockungsmittel und Teichtiefe.
Den Teich legen wir nach dem Volumenstrom aus, das Schneckendrehmoment nach der Trockensubstanzmasse. Verdünnter ÜS kann in m³/h unkritisch wirken und trotzdem drehmomentbegrenzt sein, sobald der Feststoffgehalt steigt. Senden Sie TS-Gehalt im Zulauf und Volumenstrom, damit das Angebot nicht allein auf dem hydraulischen Durchsatz steht.
Über ZK SEPARATION
ZK SEPARATION fertigt 2-Phasen-Dekanter LW und 3-Phasen-Dekanter LWS für kommunalen Klärschlamm und industrielle Prozessströme. Abwassermaschinen spezifizieren wir nach Zulaufdaten. Lieferungen können mit Qualitätsmanagement nach ISO 9001 und CE-Kennzeichnung erfolgen.
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Jährlich ausgelieferte Maschinen
400 -
Technische Patente
60 -
Anwendungsbranchen
20 -
Internationale Kunden
150
Angebot für den Abwassereinsatz?
Senden Sie Zulaufart, TS-Gehalt oder AFS, Volumenstrom und ob pumpfähig eingedickter Schlamm oder stapelbarer Kuchen gebraucht wird. Bei stapelbarem Kuchen: Schlammentwässerungszentrifuge für die kommunalen 18–25 % TS.